Aktuelles

Perspektiven aus der Corona-Krise für die junge Generation

25.08.2020

Die Corona-Pandemie hat Deutschland und Europa schwer getroffen. Sie hat nicht nur die größte Wirtschaftskrise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs verursacht. Durch Kontaktbeschränkungen und Quarantänemaßnahmen wurde auch das soziale Leben massiv eingeschränkt. Dank der Anstrengungen und der Disziplin vieler Menschen, dank beispielloser staatlicher Eingriffe und dank neuer Erkenntnisse in Wissenschaft und Medizin ist das Corona- Virus inzwischen zwar nicht besiegt, aber beherrschbarer geworden. Die weltweite Entwicklung der Infektionszahlen und regionale Ausbrücke hierzulande zeigen, dass die Herausforderungen durch die Pandemie weiter bestehen. Trotzdem müssen Politik und Gesellschaft Wege aus der Krise aufzeigen.

Dabei wird immer klarer, dass besonders junge Menschen unter der Corona-Krise leiden. Familien und Kinder waren von geschlossenen Betreuungseinrichtungen betroffen. Schülerinnen und Schülern fehlten die nötige Infrastruktur und die Anbindung an das Lernen in Gruppen, in denen sich Chancengerechtigkeit oftmals leichter herstellen lässt als zu Hause. Bei Studierenden brachen Praktika und Nebenjobs weg. Auszubildende erleben Kurzarbeit und Einstellungsstopps. Oftmals verzögerte sich für junge Menschen der Start ins Berufsleben oder in Aussicht gestellte Arbeitsplätze fielen gleich ganz weg.

Eine Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf ergab, dass mehr als 70 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen durch die Corona-Krise seelisch belastet sind. Stress,
Angst und Depressionen unter Kindern und Jugendlichen haben demnach zugenommen. Während sich ein Großteil der politischen Anstrengungen der letzten Wochen und Monate auf die Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie konzentriert, fehlt eine politische Vision zur Abfederung der Corona-Belastungen für die jüngere Generation. Für junge Menschen darf die Corona-Krise nicht zum bestimmenden Faktor ihres weiteren Lebenswegs werden. Die Politik muss jungen Menschen mehr Chancen und Freiräume eröffnen.

Nach der parlamentarischen Sommerpause sollten sich die Bundes- und Landesregierungen den Belangen der jungen Generation mit höchster Priorität widmen. Die Junge Gruppe der Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag hat daher gemeinsam mit den Jungen Liberalen elf Vorschläge erarbeitet, mit welchen Sofortmaßnahmen sie dies tun sollten:

Zum Positionspapier